Die Trueman-Show

Die Trueman-Show

4. April 2018 Laufstrecken Schneller auf 10 km 0

Nachts um zwölf ist die Welt noch in Ordnung. Kaum ein Auto fährt die Straße entlang, geschweige denn zu schnell . Wer jetzt die Laufschuhe schnürt, der bekommt zu Schweiß und gutem Gewissen noch eine extra Portion frische Luft und klare Gedanken oben drauf.

Irgendwie surreal fühlt es sich an, wenn in den Häusern kein Licht mehr brennt. Wenn in der ersten lauen Nacht des Jahres nur die Schnarchgeräusche durch die gekippten Fenster die Ruhe stören. Dazu ein Mond, so hell, dass er wie ein Scheinwerfer eine Bühne namens Erde auszuleuchten scheint. Ein Gefühl kommt auf, als sei man Teil der Truman-Show, kurz bevor die Hauptfigur in diesem Film merkt, dass ihr die ganze Welt beim Leben zuschaut. Oder für die weniger romantischen da draußen: Bald so, als habe man soeben die Zombie-Apokalypse überlebt. Als einziger. Nach hartem Kampf und langer Flucht. Und während man so da sitzt, auf den Stufen vor dem Hauseingang, beseelt vom Läufer-Hoch und kurz davor, laut in die Welt hinaus zu rufen: „Haaallooo! Ist da draußen jemand?“, nimmt das Auge zwei flinke Schatten am Boden wahr. Nur Zentimeter vom Schuh entfernt.

Zwei, im Mondlicht überdimensioniert scheinende Spinnen, liefern sich ein Kopf-an Kopf-Rennen. Von wegen alleine. Von wegen Zombies überlebt. Nichts wie ab unter die Dusche.

Und so sah sie zuvor aus, meine nächtliche Laufeinheit:

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